05.09.2010
Eine Publikation der Primus Verlag AG
 
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Gold oder Platin – das ist hier die Frage

Die Symbolik des Traurings hat sich über Jahrhunderte gehalten. Der Ring als Zeichen der Zusammengehörigkeit ist auch heute noch von keiner Hochzeit wegzudenken. Was sich geändert hat, ist die Wahl des Metalls: Heute sind Gold und Platin die beliebtesten Materialien für Eheringe.

Der Ring ist bereits seit Jahrhunderten das Zeichen für die Verbindung von zwei Liebenden. Im alten Rom musste sich aber die Auserwählte mit einem Eisenring zufrieden geben. Doch die Römerinnen liessen sich nicht lange mit diesem einfachen Metall abspeisen.
Im Laufe der Zeit machten sie ihrem Bräutigam verständlich, dass ihnen ein Ring aus Gold viel mehr zusagen würde. Um sich von der Masse abzusetzen, begannen die Gutbetuchten, die Ringe mit Edelsteinen zu besetzen, allerdings trug zu dieser Zeit nur die Braut einen Trauring. Erst im 14. Jahrhundert ging man dazu über, auch dem Ehemann einen Trauring zu überreichen.
Die verschiedenen Farben des Goldes Da reines Gold wegen seiner extremen Weichheit nicht wirklich für die Schmuckherstellung geeignet ist, werden in der Praxis fast ausschliesslich Goldlegierungen verwendet. Diesem Umstand verdanken wir auch die verschiedenen Goldfarben. Fast alle Farbvarianten von Goldlegierungen werden mit den beiden Zusatzmetallen Silber und Kupfer erzielt. Gelbgold entsteht durch die Beimischung von Silber, Kupfer und Zink. Wird der Anteil an Kupfer erhöht, entstehen die Nuancierungen von Rosé- bis Rotgold.
Bei Weissgold wird dem Feingold Silber bzw. Palladium beigemischt. Doch Weissgold ist nie rein weiss, es hat immer einen leicht gelblichen Touch. Um dies auszugleichen, werden die Schmuckstücke rhodiniert. Rhodium stammt aus der Platin-Gruppe und verleiht Weissgold letztlich seine reine, weisse Farbe. Weniger bekannt sind Grüngold (Feingold mit Nickel, Zink und Kadmium) und Blaugold, das durch Beifügung von Kobalt entsteht.
Reines Weiss Während es jahrelang Brauch war, die Eheringe in Gold zu fertigen, eroberte so langsam aber sicher ein anderes Edelmetall seinen Platz als Schmuckmaterial: Platin. Platin zeichnet sich durch den sehr hohen Reinheitsgehalt 950 aus. Das heisst, dass 95 Prozent der
Metallmasse aus Platin besteht. Platinschmuck wird nicht stumpf, läuft nicht an und behält seinen natürlich weissen Schimmer für immer.
Aber auch Platin wird nie unlegiert verarbeitet. Meist besteht die Legierung aus einem weiteren Element, mit einem maximalen Anteil von 25 Prozent. Während bei allen anderen Schmuckmetallen mit der Zeit kleine Kratzer entstehen und winzige Partikel des Metalls abgerieben werden, verschiebt sich bei Platin das Material lediglich seitlich. Es entsteht also kein Materialverlust. Platinringe kann man übrigens unter anderem durch ihr Gewicht von Weissgold oder Silber unterscheiden, die nur halb so schwer sind als Platin.

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